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Sonntag, der 21.04.2019

Gesetzliche Zuzahlungen im Überblick

Als Faustregel gilt: bei allen Leistungen wird grundsätzlich eine Zuzahlung von 10 Prozent der Kosten fällig - mindestens 5 Euro, höchstens jedoch 10 Euro. Liegen die tatsächlichen Kosten unter 5 Euro, ist der tatsächliche Preis zu zahlen.

 

Zuzahlungen beim Arztbesuch

Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal beim Arzt. Beim Zahnarzt wird eine separate Praxisgebühr fällig. Als ärztliche Leistungen gelten auch Rezept ausstellen, Blut abnehmen, Notfälle, telefonische Auskunft.

Ausnahmen gelten bei Überweisungen und Vorsorgeuntersuchungen. Wer von einem Arzt zu einem anderen Arzt überwiesen wird, zahlt dort keine Praxisgebühr mehr, wenn der zweite Arztbesuch in dasselbe Quartal fällt.

Vorsorge: Kontrollbesuche beim Zahnarzt 2 Mal im Jahr, Vorsorge- und Früherkennungstermine, Schutzimpfungen und Schwangerenvorsorge sind von der Praxisgebühr ausgenommen.

10 Euro pro Quartal bedeutet: Wer immer erst zum Hausarzt geht und sich überweisen lässt, muss die Praxisgebühr von 10 Euro nur einmal im Quartal bezahlen, auch wenn verschiedene Arztbesuche notwendig sind. Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren sind von der Praxisgebühr befreit.

 

Zuzahlungen bei verschreibungspflichtigen Arznei- und Verbandmitteln

Die Zuzahlung beträgt 10 Prozent des Preises, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Mittel. Die Zuzahlung ist in jedem Fall begrenzt auf die tatsächlichen Kosten des jeweiligen Mittels. 

Beispiele:

Ein Medikament kostet 10 Euro. Die Zuzahlung beträgt den Mindestanteil von 5 Euro.

Ein Medikament kostet 75 Euro. Die Zuzahlung beträgt 10 Prozent vom Preis, also 7,50 Euro.

Ein Medikament kostet 120 Euro. Die Zuzahlung ist auf den Maximalanteil von 10 Euro begrenzt.

 

Zuzahlung bei Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege

Die Zuzahlung beträgt 10 Prozent der Kosten des Mittels bzw. der Leistung zuzüglich 10 Euro je Verordnung (bei häuslicher Krankenpflege auf 28 Tage pro Kalenderjahr begrenzt).

Beispiel:

Wenn z. B. auf einem Rezept sechs Massagen verordnet werden, beträgt die Zuzahlung 10 Euro für diese Verordnung und zusätzlich 10 Prozent der Massagekosten.

 

Zuzahlung bei Hilfsmitteln

Für jedes Hilfsmittel (z. B. Hörgerät, Rollstuhl) ist eine Zuzahlung von 10 Prozent zu leisten, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. In jedem Fall nicht mehr als die Kosten des Mittels.

Ausnahmen bestehen bei Hilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind (z. B. Windeln bei Inkontinenz). Hier beträgt die Zuzahlung 10 Prozent je Verbrauchseinheit, aber maximal 10 Euro pro Monat.

 

Zuzahlung im Krankenhaus

Pro Tag ist eine Zuzahlung von 10 Euro zu leisten, begrenzt auf maximal 28 Tage pro Kalenderjahr. Ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt dauert neun Tage.

 

Zuzahlung bei stationärer Vorsorge und Rehabilitation

Es ist eine Zuzahlung von 10 Euro pro Tag zu leisten, bei Anschlussheilbehandlungen begrenzt auf 28 Tage. Tage für vorhergehende Krankenhausaufenthalte werden bei Anschlussheilbehandlungen mit angerechnet.

 


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